Kampfkunst

 

Aikido

Ai­k­ido ist eine ja­pa­ni­sche Kampf­kunst und be­deu­tet: der Weg, seine Le­bens­en­er­gie in Har­mo­nie zu brin­gen. Eine Kampf­kunst er­ler­nen, um Har­mo­nie zu er­fah­ren? Für ei­nen Laien ist diese Idee schwer nach­voll­zieh­bar. Für ei­nen »al­ten« Ai­k­idoka ver­bin­den sich da­mit viel­fäl­tige Er­fah­run­gen, die ein Bild die­ser Idee ver­mit­teln.

Zu­erst und auch im­mer wie­der geht es um Ba­sis­übun­gen, die eine gute Stand­fes­tig­keit ver­mit­teln, Kraft, Be­weg­lich­keit und Aus­dauer för­dern, die also Har­mo­nie auf kör­per­li­cher Ebene er­zeu­gen. Aber kann von wirk­li­cher Har­mo­nie die Rede sein, wenn man zu­nächst mit viel Schwit­zen, dem in­ne­ren Schwei­ne­hund und dem Är­ger, wenn et­was nicht gleich so klappt, zu kämp­fen hat? Also geht es im nächs­ten Schritt um die Selbst­wahr­neh­mung und die Ver­bes­se­rung des ei­ge­nen Ge­fühls. Und auch auf geis­ti­ger Ebene war­ten große Her­aus­for­de­run­gen. Auf­merk­sam­keit und da­mit Wach­heit sind ge­for­dert in je­dem Trai­ning, in je­der Mi­nute, in je­der Se­kunde. Und auch im All­tag lässt sich mit wa­chem Be­ob­ach­ten und über­leg­tem Han­deln mehr er­rei­chen. Aber na­tür­lich bleibt auch Zeit zum Träu­men: näm­lich von der Zu­kunft, in der alle Hin­der­nisse ge­meis­tert sind, das Qi stark und der Geist klar ist.